Informationen über die Schufa-Auskunft und ihre Tätigkeit

Die Schufa Holding, die in Form einer Aktiengesellschaft registriert ist, ist den meisten Menschen zumindest vom Namen her ein Begriff. Was sich jedoch genau hinter diesem Wort verbirgt, wie sie funktioniert und wer Informationen von ihr anfordert, wird in diesem Artikel näher erläutert.

Die Bezeichnung steht ursprünglich als Abkürzung für “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. Sie stellt die größte deutsche Wirtschaftsauskunftei dar, und hat ihren Sitz in Hessen, Wiesbaden.

Der grundsätzliche Zweck der Schufa ist es, ihre Vertragspartner vor Kredit- bzw. Zahlungsausfällen zu schützen. Durch Erfüllung dieses Zweckes werden auch gleichzeitig die Verbraucher indirekt vor Überschuldung geschützt, indem ihnen bei Verschuldung z.B. keine weiteren Kredite mehr erteilt werden.


Die Datenbanken dieses Unternehmens enthalten Einträge von über 66 Millionen Personen, daraus kann man ableiten, dass circa drei Viertel der deutschen Bevölkerung erfasst sind.

Es werden jährlich mehr als 102,5 Millionen Anfragen an die SCHUFA gestellt und dort be- bzw. verarbeitet. Circa ein Prozent dieser Anfragen sind sogenannte Selbstauskünfte von Bürgern, die gerne ihre eigenen Daten erfahren bzw. kennen möchten.

Das Unternehmen beschäftigt mehr als 752 Mitarbeiter und generiert einen Umsatz von über 108 Millionen € pro Jahr. Das System der Schufa funktioniert größtenteils so, dass Vertragspartner wie Banken, Daten über ihre eigenen Kunden an die Schufa weiterleiten. Um dies zu ermöglichen, wird selbstverständlich die Einwilligung des Kunden eingeholt.

Es gibt aber auch Daten, die die Schufa selbst recherchiert, zum Beispiel aus Quellen wie dem Schuldnerverzeichnis der Amtsgerichte.

Prinzipiell werden folgende Informationen über eine Person erfasst: Name, Geburtsdatum, Geschlecht, aktuelle Anschrift, frühere Anschriften, Kredit- und Leasingverträge mit Betrag und Laufzeit, vorhanden Bankkonten, Kreditkarten, Telekommunikationsaccounts, Kundenkonten des Handels, überfällige Forderungen, Konten- oder Kredit-Missbrauch, Eidesstattliche Versicherungen (auch Haftbefehl zur Abgabe dieser), Beantragung bzw. Eröffnung eines privaten Insolvenzverfahrens, Abweisung, Einstellung des Verbraucherinsolvenzverfahrens mangels Masse und Kreditkonditionsanfragen.

Es gibt drei Arten von Geschäftspartnern bei der SCHUFA.

1.) Die sogenannten A-Vertragspartner, das sind vor allem Banken und Kreditkartenunternehmen, welche positive und negative Merkmale erhalten.

2.) Die B-Vertragspartner welche aus Nichtbanken wie zum Beispiel Handel etc. bestehen und

3.) Die F-Vertragspartner, das sind Inkassounternehmen und diese erhalten Adressdaten. Auch wenn man zum Beispiel ein Konto bei eBay eröffnen möchte, greift eBay seit 2003 auf die Schufa-Daten zurück. Dies dient der Feststellung der Identität von Benutzerdaten.

Die SCHUFA bietet ihren Partnern sogenannte Scoring-Werte (Basis-Score und Branchenscore) an. Der Basis-Score besteht aus einem Wert, der sich zwischen 1 und 100 befindet. Er gibt die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalles an. Je niedriger dieser Wert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls. Unter diesem System verbirgt sich ein Regressionsmodell.

Die Besitzanteile an der Schufa setzen sich wie folgt zusammen: 36,4 % sind im Besitz von Kreditbanken. 24,7 % gehören Sparkassen. 17,9 % sind in der Hand von Privatbanken. 7,9 % gehen an die Genossenschaftsbanken und 13,1 % an den Handel und andere. Außerdem besitzt die SCHUFA selbst Beteiligungen an mehreren anderen Firmen.

Ein Hauptkritikpunkt an der SCHUFA ist, dass sie eine sehr herausgehobene Stellung einnimmt. Somit ist es z.B. nur schwer möglich, ein Bankkonto ohne SCHUFA-Klausel zu erhalten. Im übrigen können neben den eigentlichen Vertragspartnern der Schufa auch die Polizei, die Steuerfahndung und die Vollstreckungsbehörden auf die entsprechenden Daten zugreifen.

Weitere Informationen über die SCHUFA-Auskunft finden Sie auf dieser Seite: https://www.kredit-markt.eu/content/schufa-info