Die größten Banken in Österreich

Österreich hat im internationalen Vergleich eine recht hohe Bankendichte. Welche Banken sind nun in Bezug auf die Bilanzsumme und die Zahl der Mitarbeiter die größten Banken Österreichs?

Erste Group Bank AG

Mit über 213 Milliarden Euro Bilanzsumme und fast 50.000 Mitarbeitern nimmt diese Bank die Spitzenposition ein. Sie ist ein traditionsreiches Unternehmen, dass 1819 in Leopoldstadt als „Erste österreichische Spar-Casse“ gegründet wurde. 1997 ging das Unternehmen an die Börse und ist heute in Wien, Prag und Bukarest gelistet.

Nach 1997 expandierte die Bank stark in den osteuropäischen Raum hinein. Heute gehört sie zu den größten Banken in Zentral- und Osteuropa. Sie bedient ca. 16,5 Millionen Kunden und gehört dem Österreichischen Sparkassenverband an.

Unicredit Bank Austria

Ganz knapp geschlagen auf Platz zwei liegt dieses Bankhaus mit einer Bilanzsumme von fast 208 Milliarden Euro und nicht ganz 58.000 Mitarbeitern. Die Unicredit Bank Austria entstand 1991 aus dem Zusammenschluss der Zentralsparkasse und der Länderkasse. Ihre Zentrale befindet sich in Wien.

Seit 2008 gehört sie der italienischen Unicredit S.p.A., die ihren Hauptsitz in Mailand hat. In Österreich firmiert sie unter dem Namen „Bank Austria“. Auch sie ist stark im Osteuropa-Geschäft involviert.

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG

Auf dem dritten Platz liegt diese, kurz RZB genannte, Bank. Sie kommt auf eine Bilanzsumme von fast 146 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 60.000 Angestellte. Seit den 1980-er Jahren ist auch sie im Osteuropa-Geschäft tätig. Sie wurde 1927 gegründet, 1938 im Zuge des Anschlusses an das Deutsche Reich verstaatlicht und ging 1955 wieder in den Besitz der Vorkriegseigentümer über.

BAWAG P.S.K.

BAWAG P.S.K. steht für „Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG“. Dieses Bankhaus entstand im Jahr 2005 durch die Fusion der, 1922 gegründeten, Bank für Arbeit und der, seit 1882 existierenden, Österreichischen Postsparkasse. Ihre Zentrale befindet sich in der denkmalgeschützten Wiener Postsparkasse.

Die BAWAK ist im Besitz US-Fonds Cerberus Capital Management. Mit einer Bilanzsumme von etwas mehr als 4 Milliarden Euro und 4.500 Angestellten liegt diese Bank weit abgeschlagen auf Platz vier. Im Jahr 2009 geriet sie durch die Bankenkrise in Schwierigkeiten und musste staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Die Unterstützungskredite sind aber mittlerweile zurückgezahlt worden.

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Nur ganz knapp auf Platz fünf landet dieses Bankhaus mit einer Bilanzsumme von fast 40 Milliarden Euro und etwas mehr als 4.500 Mitarbeitern. Eigentümer dieses Kreditinstituts sind die oberösterreichischen Raiffeisenbanken. Als Genossenschaftsbanken sind diese im gestreuten Privatbesitz. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich wurde 2004 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Ihr Unternehmenssitz ist Linz.